Fragen & Antworten zu 12 Themengebieten

von Dr. Thea Lingohr
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Oropharynx


1 - 3 von 4 Fragen in der Kategorie

Was ist eine Pharyngitis?


Eine Pharyngitis ist eine Entzündung der Rachenschleimhaut. Häufig tritt sie als Begleiterscheinung von entzündlichen Prozessen im Hals-Rachenbereich auf. Die Ätiologie kann viral oder bakteriell sein. Meistens sind es β-hämolysierende Streptokokken. Die auftretenden Symptome sind grippeähnlich. Klinisch zeigt sich ein geröteter und geschwollener Rachen. Manchmal sind es Viren der Atemwege die eine Pharyngitis auslösen. Typische Erreger sind Influenzavirus, Parainfluenzavirus, Adenoviren. Untypischen Viren sind Herpes-simplex-Virus, Coxsackie-Virus und ECHO-Virus. Aber auch systemische Erkrankungen wie z. B. Cytomegalie, Masern oder Röteln können zu einer Pharyngitis führen. Die Therapie folgt in zwei Schritten. Zuerst muss das Fieber, der Schmerz oder die zugrunde liegende Krankheit behandelt werden. Ebenso hilfreich ist das Spülen mit Kamille und Salbei. Gegen Fieber und Schmerz werden Analgetika und Antipyretika verabreicht. Bei einer bakteriellen Pharyngitis werden zusätzlich Antibiotika und bei einer viralen Pharyngitis Virustatika eingesetzt.




Was ist eine Tonsilitis?


Eine Tonsillitis oder auch Mandelentzündung, bezeichnet eine schmerzhafte Entzündung der Tonsillen. Sie wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Man teilt sie  nach dem zeitlichem Verlauf in akut, chronisch und rezidivierend ein, oder nach Lokalisation in unilateral und  bilateral. Sie wird zu 90% durch Bakterien und zu 10% durch Viren ausgelöst. Die häufigsten Erreger sind beta-hämolysierende Streptokokken, Pneumokokken und Staphylokokken. Die Keime gehören zur normalen Mundflora können aber durch einen geschwächten Allgemeinzustand Auslöser sein. Klinisch zeigen sich geschwollene, gerötete Gaumenmandeln, Schluckbeschwerden, Halitosis, Eiterbelag (Stipchenbildung), Fibrinbelag und Lymphknotenschwellung. Die Diagnose erfolgt durch Inspektion und gegebenenfalls einem Abstrich. Die Therapie erfolgt je nach Ursache im Sinne von Antibiotikagaben, Analgetika und desinfizierende Rachenspülungen. Im Falle einer chronischen Tonsillitis sollte eine Tonsillektomie erfolgen.




Was ist eine Angina lateralis?


Eine Angina lateralis wird auch Seitenstrangangina genannt und ist eine Entzündung die sich durch Fieber, Schluckbeschwerden und schlechten Allgemeinzustand äußert. Bei der Untersuchung des Patienten erkennt man eine deutliche Schwellung und Rötung der Seitenstränge, die sehr häufig weißgelblich belegt sind. Differential diagnostisch muss an eine Pharyngitis und Tonsillitis gedacht werden. Die Therapie der Tonsillitis besteht in der Gabe von Analgetika , Antibiotika sowie lindernden Mundspülungen.




Co-Autoren:
Dr. med. Nilofar-Natalie Amir Manawi
Fachärztin für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie


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